Berliner Band
RADIOPILOT Sieger beim John Lennon Talent Award
Sabine Lenz
"So
hochkarätig war noch kein Finale in der Geschichte des John Lennon
Talent Awards" sagte die Organisatorin Christine Brockmann zum
Abschluss der Finalveranstaltung am 25.11.2006 in der Halle400 in
Kiel. Durch Energiegeladene Auftritte, auf extrem hohem Niveau
stellten die 4 im Finale stehenden Bands Gusto, Paulsrekorder, Park
Lane 7 und Radiopilot die prominent besetzte Jury - unter ihnen u.a.
Olli Dittrich, Michael Herberger und Gerd Gebhardt - vor eine
schwere Aufgabe.
Aus 500 Bewerbungen wurden im vergangenen Jahr in einem
umfangreichen Auswahlverfahren 10 Bands in die Förderung des John
Lennon Talent-Awards aufgenommen und ein Jahr lang durch Coachings
und fachliche Beratung unterstützt und gefördert. Nun hieß es, eine
Band zu küren, die in diesem einen Jahr die größte Entwicklung und
die beeindruckendste Veränderung vollzogen hat. Durch zwei
Vorausscheide in Hamburg und Berlin und dem Halbfinale in München
hatten es vier Bands ins Finale nach Kiel geschafft, um nun um den
Sieg zu spielen.
Bis zum eigentlichen Wettstreit der letzten 4 Finalisten hatten die
Jurymitglieder und Zuschauer noch ein bisschen Zeit zur Einstimmung,
denn zu Beginn der Veranstaltung hatten die Bands No Thing und aVid*
außer Konkurrenz die Gelegenheit, sich dem Publikum zu präsentieren.
Letztere nahmen anschließend an ihren Auftritt den durch ein
Online-Voting auf der Webseite des John Lennon Talent Awards
ermittelten Publikumspreis, eine Ovation Custom Shop Reissue John
Lennon-Gitarre, in Empfang.
Den
Battle um den Sieg eröffneten dann Park Lane 7. Mit neonfarben
geschminkten und im Schwarzlicht leuchtenden Gesichtern betraten die
4 Jungs aus Bad Mergentheim die Bühne und schleuderten dem Publikum
ihren bretternden Gitarrensound entgegen. Sänger Daniel motivierte
die Zuschauer zum Mitmachen, forderte zum Stagediven auf und mit
einer gelungenen Mischung aus melodiösem Pop, krachendem Rock und
einer Metal-Version der Toccata D-Moll von Johann-Sebastian Bach
gestalteten sie ihr Bühnenprogramm kurzweilig und abwechslungsreich
und legten die Meßlatte gleich zu Anfang des Wettstreits ganz nach
oben.

Kontrastreich zum Opener, präsentierte sich anschließend der zweite
Bewerber um die JLTA-Krone. Mit radiokompatiblen Pop-Songs und einer
durchgestylten Show wirkten Gusto aus Wetzlar allerdings leider fast
schon ein bisschen zu brav. Etwas aufgesetzt und auswendig gelernt
erschien das für den Betrachter, aber sie verstanden es, die Leute
zu begeistern und mitzureißen. Es wurde gesprungen und geklatscht
und als sich Gusto verabschiedeten hinterließen sie eine positive
und fröhliche Stimmung im Publikum.
Mit
einem originellen elektronischen Intro startete dann Radiopilot aus
Berlin ihre unterhaltsame Show. Nachdem die ersten 2 Bands Songs mit
englischen Texten vorgestellt hatten, gab es nun melodiöse Popmusik
mit fantasievollen deutschen Texten. Besonders ihre gelungene
Kombination von Gitarrensound und Elektrosamples war es, die
auffiel. Elektropop und Ringelpullis, gefühlvolle Balladen und
pogendes Publikum, Texte über Liebe und die provokante Moderation
von Sänger Lukas - Radiopilot war die wohl polarisierendste Band des
Abends.
Den
krönenden Abschluss eines spannenden Wettstreits bildeten
Paulsrekorder aus Bremen. In spacigem Outfit und mit einer rasanten
Show ließen sie durch ihren poppigen Discosounds die Zuschauer
tanzen. Unterstrichen von einer schrillbunten Lightshow stand vor
allem der charismatische Sänger David im Mittepunkt. Er sprang über
die Bühne, flirtete mit Fotografen und Zuschauern und ließ durch
einen waghalsigen Hechtsprung ins Publikum das Sicherheitspersonal
der Halle 400 in hektische Betriebsamkeit ausbrechen. Dabei
intonierte er professionell gleich eine ganze Reihe von Ohrwürmern,
die jeder gern auch auf seiner nächsten Party hören würde.
Dann war die Jury gefragt.
Während ihrer Beratungspause wurden sie und alle Anwesenden von der
Hamburger Band Diva International unterhalten. Lange brauchte die
Jury allerdings nicht für ihre Entscheidung. Bereits kurz nach 23.00
Uhr stand der Sieger fest und der Vorsitzende des Deutschen
Phonoverbandes Gerd Gebhardt
rief
die beteiligten Bands auf die Bühne. Schwer sei die Entscheidung
gefallen, betonte Gerd Gebhardt und knapp sei es gewesen. Daher
hatten sie sich entschlossen, zum ersten Mal einen 2. Preis zu
vergeben. Diesen erhielt die Band Gusto.
Strahlende Sieger und damit stolze Besitzer einer Gretsch Silver
Falcon Gitarre wurden jedoch Radiopilot aus Berlin. Die Jury war der
Meinung, dass sie sich im Laufe des einjährigen Coachings am Meisten
und Weitesten weiterentwickelt und sie ihnen besonders auch an
diesem Abend am besten gefallen hätten.
Große Zustimmung und Jubel löste diese Verkündung aus und überrascht
und überwältigt fehlten im anschließenden Interview Frontmann Lukas
ein bisschen die Worte. Alle beteiligten Bands wären Freunde
geworden, sagte er und genau so wurde anschließend auch mit einer
großen Sektdusche gefeiert.
Weitere Infos:
www.jlta.de
Lies auch:
www.morgenpost.de/content/2006/11/27/berlinboulevard/868274.html
Siehe Clip von der Siegerverkündung:
www.radiopilot-fans.de.vu
Bandwebsites:
www.radiopilot.de,
www.paulsrekorder.de,
www.parklane7.de,
www.gusto-music.com
Fotos © Sabine Lenz
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